Einsatzgeschehen 2010 - 2016

Das Einsatzgeschehen der letzten sieben Jahre (2010-2016 am Beispiel des LZ 1 Stadtmitte) stellt sich so dar, dass die technische Hilfe (49 %) vor dem Brandschutz (20 %) im Vordergrund steht. Dann folgt ein Block "Sonstiges" mit 15 %, in dem alle möglichen Einsatzbilder zusammenfasst werden - von der Tragehilfe bis zu technischen Defekten, die wiederum z. B. Brandmeldeanlagen ausgelöst haben.

Eine negative Entwicklung ist, dass der Brandschutz mit Menschenrettung von 1 % im Jahr 2015 auf 4 % im Jahr 2016 gestiegen ist und daher in 14 Einsätzen - gegenüber vier Einsätzen im Jahr 2015 und keinem Fall im Jahr 2014 - verzeichnen war. Das toppt die insgesamt elf Einsätze im Zeitraum 2010 bis 2015 gleich um drei Einsätze! Grundsätzlich kann man auf wirksame Entwicklungen im vorbeugenden Brandschutz verweisen. Mit Einführung der Rauchmelderpflicht hatten wir gehofft, die Einsätze erheblich reduzieren zu können. Denn: Jeder diesbezügliche Einsatz ist definitiv einer zu viel! Der Anstieg ist aktuell noch nicht erklärbar. Jedoch führt die Rauchmelderpflicht auch zur Erhöhung der Einsatzzahlen bei Fehlalarmen durch private Heimrauchwarnmelder. Hier mag eine Erklärung liegen, denn in vielen Fällen hat die Feuerwehr früher eine völlig verrauchte Wohnung etwa durch angebranntes Essen gar nicht mitbekommen. Nun alarmieren Nachbarn häufig die Feuerwehr, wenn die Rauchmelder ertönen. Grundsätzlich ist das eine gute Entwicklung, auch wenn dadurch das Einsatzaufkommen steigen wird. Trotzdem werden gefährliche Situationen früher erkannt und lassen sich durch frühzeitige Reaktion seitens der Feuerwehr entschärfen.

Technische Hilfe mit Menschenrettung ist dagegen deutlich häufiger anzutreffen. Mit 62 Einsätzen im Betrachtungszeitraum hat dieses Stichwort immerhin ein Anteil von 16 % am Einsatzgeschehen. Hier werden z. B. Verkehrsunfälle mit Verletzten und/oder eingeklemmten Personen, aber z. B. auch Türöffnungen für den Notarzt abgebildet. Letztere haben im Jahr 2015 einen hohen Stellenwert erreicht. Von den 57 Einsätzen mit diesem Stichwort waren 32 (immerhin 56 %) Türöffnungen, bei denen hilflose Personen hinter einer verschlossenen Tür gerettet werden mussten. Hinzu kommt seit einiger Zeit die Absicherung des Rettungsdienstes auf der Bundesautobahn 1. Hier erhöht sich das Einsatzaufkommen sowohl bei der TH mit, als auch bei der TH ohne Menschenrettung (auslaufende Medien etc.).

Auch Ölspuren nehmen zu: 2011 20, 2012 24, 2013 22, 2014 29, 2015 23 und 2016 sogar 39 Einsätze, bei denen z. T. sehr lange Ölspuren den Verkehr und die Umwelt gefährdet haben. Oft helfen hierbei bereits die üblichen Bindemittel nicht mehr, da beispielsweise Additive wie Ad Blue ausgetreten sind oder Tierfette aus der Ladung verloren werden. Für solche Einsätze müssen dann Spezialunternehmen zur Straßenreinigung beauftragt werden - eine teure Angelegenheit. Zudem kommen hier viele Einsatzstunden zusammen. 2016 lag der Spitzenreiter bei über 4 Stunden Einsatzdauer!

Einsätze 2018 (bis 10.03.2018)

Einsätze 2017

Einsätze 2016

Einsätze 2015

Einsätze 2014